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Stadtgeschichte(n)

Humoristisches Lied von Hirschberg*

Mein Hirschberg ist 'ne kleine Stadt,
die viele Namensschwestern hat.
Wenn an der Saale nicht draufsteht,
die Post sehr oft nach Schlesien geht.

Die Lederindustrie blüht hier,
dadurch erlangten Weltruf wir.
Man schwitzt und 's richt nach Gerberei,
doch Hirschberg hat sein Brot babei.

In Hirschberg wird auch viel genäht,
ihr Fraun und Mädchen tätig seht.
Nur der Verdienst er ist nicht stark,
viel Stiche braucht's zu einer Mark.

Es wurde früher auch gebraut,
doch ist das Brauhaus abgebaut.
Freibank, Gemeindemagazin,
ist jetzt die Stätte, geht nur hin.

Hirschberg war freie Reichsstadt schon,
als König Wenzel einst entflohn.
Hirschberger haben ihn versteckt,
daß ihn die feinde nicht entdeckt.

Liegt Hirschberg nicht sehr angenehm,
sein Straßenbild noch außerdem
den Fortschrittsgeist des Städtchens zeigt.
Es ward doch vieles schon erreicht.

Ein Kriegerdenkmal, wie ihr seht,
erhaben niederblickend steht.
Realschule, die Heinrichsbrück,
erstanden sind zu Hirschbergs Glück.

Der Schulneubau uns nun beseelt,
wozu nur noch das Beste fehlt,
wenn sich doch ein Goldonkel fänd,
den Hirschberg gut gebrauchen könnt.

Mein liebes Hirschberg sag ich euch,
ist selbst an Kolonien reich.
Zum Beispiel gibt's, es stimmt genau:
Jerusalem und Kiautschau.

Am heutigen Fest stimmt alle ein,
mög Hirschberg wachsen, blühn, gedeihn,
sich jeder wohl und heimisch fühl,
hoch lebe dieses schöne Ziel.
 

*In: Festschrift zum 75jährigen Jubeltag des Wiesenfestes in Hirschberg (Saale) 1927.

 

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Kontakt

Museum für Gerberei - und Stadtgeschichte

Saalgasse 2
Marktstraße 2 (Postanschrift)
07927 Hirschberg (Saale)

 Telefon: (036644) 43139 oder 43020

Fax: (036644) 22224

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