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Lederfabrik

Luftbildaufnahme Lederfabrik etwa 1920. Foto: Hansa Luftbild G.m.b.H.


Von 1741 bis 1965 bestimmt die Herstellung von Sohlenleder das Produktionsprofil der Hirschberger Lederfabrik. Heinrich Maximilian Knoch übernimmt 1864 die am Saaleufer gelegene Gerberei seines Vaters und errichtet hier in wenigen Jahrzehnten ein Unternehmen, dass zu den größten seiner Branche in Deutschland und Europa zählt. In den 1930er Jahren beschäftigt die Lederfabrik 1.500 Arbeiter und Angestellte. Die Marke "HK" genoss Weltruf. Die Ära Knoch endet 1946 mit der entschädigungslosen Enteignung und Verstaatlichung.


Luftbildaufnahme Lederfabrik 1980er. Foto: Schaffner.


1965 werden in der Lederfabrik Hirschberg die letzten Häute eingearbeitet und 1966 als Sohlenleder verkauft. Austauschstoffe wie Plaste und Gummi bewirken einen allgemeinen Rückgang des Bedarfs an Sohlenleder. So wird die Fabrik in den 1960er Jahren vollständig
auf die Herstellung chromgegerbter Oberleder umgestellt. Bis 1989 gerbt das Unternehmen jährlich aus 500.000 Rindshäuten zwei Millionen Quadratmeter Oberleder für Schuhe und Bekleidung. 1989 beginnt die Produktion von Möbelleder. 1990 folgt die Umwandlung des VEB Lederfabrik in eine GmbH. Im Dezember 1992 meldet der Betrieb Konkurs an und wird geschlossen. Der Abriss folgt von 1993 bis 1996 und kostet 40 Millionen DM.

 

 

Kontakt

Museum für Gerberei - und Stadtgeschichte

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Marktstraße 2 (Postanschrift)
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